Der GDD e.V. hat in seinem aktuellen Newsletter (8/2025) auf eine interessante Untersuchung zur wirtschaftlichen Bedeutung von Datenschutzbeauftragten hingewiesen, die ich nicht vorenthalten möchte.
Das französische Arbeits-, Beschäftigungs- und Gesundheitsministerium hat rund 3.600 Unternehmen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Bestellung von Datenschutzbeauftragten (DSB) befragen lassen.
Nach der am 23.7.2025 veröffentlichten Studie, haben Unternehmen mit betrieblichen Datenschutzbeauftragten eine signifikant höhere Auftragsquote bei öffentlichen Ausschreibungen. In Ausschreibungsverfahren steigert die Präsenz von Datenschutzbeauftragten generell nachweislich das Vertrauen, insbesondere bei Projekten, die personenbezogene Daten betreffen. 42 % der Befragten berichteten von spürbaren Wettbewerbsvorteilen.
Datenschutzbeauftragte, können nach der Untersuchung dazu beitragen, das Risiko einer Datenschutzverletzung zu verringern. Durch ihre verschiedenen Aufgaben spielen sie eine zentrale Rolle bei der Sicherung personenbezogener Daten im Unternehmen. Sie beraten das Unternehmen zu den zu ergreifenden Sicherheitsmaßnahmen und nehmen an Datenschutz-Folgenabschätzungen teil. Sie können Überprüfungen und Audits durchführen und Manager warnen, wenn Sicherheitslücken festgestellt werden. Die GDD e.V. schreibt in diesem Zusammenhang “Datenschutzbeauftragte beteiligen sich auch an der Entwicklung der Sicherheitspolitik und organisieren Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen für die Beschäftigten. Beispiele aus der Praxis belegten messbare Verbesserungen: So sank etwa die Klickrate auf Phishing-Mails nach gezielten Schulungen von 21 % auf 5 %.” (ich nehmen an, dass es ein Ergebnis der Studie ist).
Der Studie zufolge jedenfalls senke datenschutzgerechte Datenminimierung zudem die Betriebskosten und die Kosten für IT-Sicherheit. Unternehmen, die ihre DSB mit ausreichenden Ressourcen ausstatten, um für die Einhaltung zu sorgen, erzielen damit einen hohen wirtschaftlichen Nutzen.

